Nicole Razavi MdL: „Mit Testen ohne Anlass und FFP2-Masken können wir die wichtigsten Lebensbereiche aktiv halten“

20.01.2021, 14:00 Uhr

CDU-Abgeordnete fordert Alternativen zu Schließungen und drängt mit ihrer Fraktion bei Minister Lucha auf Maßnahmen für Wirtschaft, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen.

„Mit Testen ohne Anlass und FFP2-Atemschutzmasken können wir die wichtigsten Lebensbereiche aktiv halten und die Menschen aus der Isolation herausholen“, fordert Nicole Razavi MdL. „Wir müssen dringend ergänzende Lösungen zu den wochenlangen Schließungen ansteuern. Immer mehr Menschen im Kreis kommen auf mich zu, weil sie finanziell und auch mental in einem tiefen Tal sind. Mit Vorsorge-Testreihen, die regelmäßig und ohne Symptome gemacht werden, sowie mit mehr FFP2-Atemschutzmasken in kontaktintensiven Umgebungen können wir wieder mehr Stabilität erreichen. Das Virus kann sich dann nicht mehr unbemerkt ausbreiten und es müssen nicht gleich ganze Gruppen in Belegschaften, Schulklassen und auf Stationen in Quarantäne. Ich bin erleichtert, dass auf Drängen der CDU seit dieser Woche in stationären Alten- und Pflegeheimen bereits mehr Tests für Beschäftigte und für Besucher verpflichtend sind. Diesen Weg wollen wir weitergehen und haben jetzt im Gespräch mit Herrn Minister Lucha in der Sitzung der CDU-Landtagsfraktion auf weitere Schritte gedrängt“, so Razavi weiter.
 
„Konkret fordern wir,
 
> in Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium ein Konzept insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen zu entwickeln. Mit regelmäßigen prophylaktischen Testungen soll die Quarantänisierung größerer Teile der Belegschaft durch Infekti-onsfälle möglichst vermieden werden. Dabei sollten neben den Apotheken auch die ehrenamtlichen Strukturen der Rettungsdienste einbezogen werden.
 
> die Voraussetzungen zu schaffen, um an Kinderbetreuungseinrichtungen und in Schulen regelmäßig gruppenbezogene Reihentestungen anzubieten und diese Tests auch zu gewährleisten. Wir müssen den durch Homeschooling unter Druck stehenden Familien im Kreis und im ganzen Land schnell eine Perspektive für Präsenzunterricht unter vertretbaren Bedingungen anbieten.
 
> bei der Umsetzung der Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen, sowie in Einrichtungen der Eingliederungshilfe auch die schnelle Bereitstellung der von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossenen Unterstützungsstrukturen zur Durchführung der Tests.
 
> zu prüfen, inwiefern Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Teststrategie des Landes durch Do-it-yourself-Antigentests schnellstmöglich genutzt werden können. In Österreich gibt es bereits erste Antigentests, die zur Selbstanwendung zugelassen sind. Eine Studie der Uni Heidelberg zeigt nach Aussage der Studienleiterin, dass Selbsttests ein weiterer wichtiger Beitrag zur Pandemie-Eindämmung vor allem für die Phase nach dem Lockdown sein können.
 
> die Pflicht zum Tragen eines FFP2-Atemschutzes über die bestehenden Regelungen hinaus deutlich zu erweitern. Eine FFP2-Atemschutzpflicht sollte in allen medizinischen und vergleichbaren Einrichtungen, im Öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel gelten. Darüber hinaus sollte sich die Landesregierung auf Bundes- und europäischer Ebene dafür einsetzen, eine entsprechende Pflicht auch im Fernverkehr (in Fernzügen und in Flugzeugen) einzuführen. Die Beschäftigten in Kinderbetreuungseinrichtungen und in allen Schulen sollten vom Land mit einer ausreichenden Zahl an regulären, CE-zertifizierte FFP2-Atemschutzmasken ausgestattet werden. In dieser Frage haben sich bereits viele Schulleiter, sowie Lehrerinnen und Lehrer bei mir gemeldet“, so Nicole Razavi abschließend.